In einer zunehmend vernetzten Welt sehen sich Kommunikationsleiter (dircom) im öffentlichen Sektor neuen Herausforderungen gegenüber, die sich aus der Nutzung von sozialen Netzwerken ergeben. Eine aktuelle Studie, die von der digitalen Agentur Netscouade in Zusammenarbeit mit dem Verband Public Communication durchgeführt wurde, beleuchtet die Präsenz dieser Fachleute auf Plattformen wie LinkedIn und X. Während ihre Präsenz auf LinkedIn massiv ist, zeigt die Analyse auch, dass sie die Plattform X weitgehend verlassen haben. Dieser Artikel untersucht eingehend, wie die dircom diese digitalen Werkzeuge nutzen, um ihre Ziele der institutionellen Kommunikation zu erreichen.
Die Bedeutung der Präsenz in sozialen Netzwerken
In einer Zeit, in der die Verwaltungen versuchen, ihre Rekrutierungen über Netzwerke wie LinkedIn zu optimieren, bleibt die redaktionelle Strategie, die ihre Nutzung umgibt, noch embryonal. Die Kommunikationsleiter, die als Schlüsselakteure im Management des Images ihrer Institution gelten, müssen sich in einer Umgebung bewegen, in der ihre Präsenz unerlässlich ist. Auf LinkedIn hatten nur 4 % der untersuchten dircom kein Konto, was die Bedeutung dieser Plattform für ihre berufliche Tätigkeit unterstreicht.
Eine alarmierende Feststellung: Das Engagement auf X
Eine Analyse, die auf den starken Rückgang des Engagements der dircom auf der Plattform X hinweist, ist aufschlussreich. Tatsächlich sind 56 % der untersuchten Profile inzwischen inaktiv auf dieser Plattform. Dieses Phänomen ist besorgniserregend, da es bedeutet, dass Fachleute im öffentlichen Sektor einen Raum verlassen haben, der trotz seiner Kritiken weiterhin eine wesentliche Rolle in der öffentlichen Kommunikation spielen kann. Diese Abwanderung könnte ihre Sichtbarkeit und die Reichweite der wichtigen Informationen, die ihre Institutionen teilen könnten, beeinträchtigen.
Eine vielfältige Nutzung auf LinkedIn
Auf LinkedIn, während 41 % der dircom als inaktiv eingestuft werden, gibt es jedoch ein ungenutztes Potenzial, das es zu erkunden gilt. Die Mehrheit von ihnen hat weniger als 1 500 Abonnenten, mit einem Durchschnitt von 873. Nur 12,5 % von ihnen überschreiten die 5 000 Abonnenten. Dieser Mangel an Engagement könnte sich in einem Mangel an Interaktion mit Bürgern und Interessengruppen niederschlagen, wodurch die Wirkung ihrer Kommunikation verringert wird.
Die verschiedenen Nutzungsarten auf LinkedIn
Die Studie hat vier Hauptnutzungsarten unter den Kommunikationsleitern hervorgehoben. Die „Stillen“, vertreten durch 41 % der Profile, verwenden LinkedIn hauptsächlich zur Informationsüberwachung. Im Gegensatz dazu zeigen die „Erforscher“ (21 %) eine fortgeschrittene Nutzung der sozialen Netzwerke und kombinieren Gespräche und Veröffentlichungen unter einer personalisierten redaktionellen Linie. Die „Unterstützer“ (27 %) verbreiten die Nachrichten ihrer Institution, während die „Vernetzer“ (11 %) Diskussionen anregen und ein vielfältiges Netzwerk pflegen.
Klare Ziele im Dienste der Institution
Die Interviews, die während der qualitativen Phase der Studie durchgeführt wurden, zeigen, dass soziale Netzwerke hauptsächlich im Dienste der Institution genutzt werden, mit gut definierten Zielen, die auf Zielgruppen und Öffentlichkeitsarbeit ausgerichtet sind. Dieser pragmatische Ansatz konzentriert sich auf messbare Ergebnisse, die greifbare Renditen erzeugen. Die dircom nutzen oft ihr persönliches Konto, um die übergeordnete Kommunikationsstrategie ihrer Institution zu unterstützen.
Delikates Gleichgewicht zwischen Sichtbarkeit und Zurückhaltung
Die Präsenz der Kommunikationsleiter in sozialen Netzwerken ist durch eine dezente Sichtbarkeit gekennzeichnet. Viele Fachleute berichten von unterschiedlichen Prioritäten je nach den Mandaten der Institutionen. Einige Leiter sind der Meinung, dass es ihre Aufgabe ist, im Hintergrund zu bleiben, während andere es für unerlässlich halten, eine öffentliche Stimme im Rahmen ihrer Funktion zu haben. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines Gleichgewichts sowohl in Bezug auf die Kommunikation als auch auf die Ethik.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Nutzung sozialer Netzwerke durch Kommunikationsleiter im öffentlichen Sektor komplex bleibt. Diese Realität unterstreicht sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen, mit denen diese Fachleute im Rahmen ihrer Mission zum Dienst an der Institution konfrontiert sind.







