Die künstliche Intelligenz revolutioniert den Kampf gegen Steuerbetrug, indem sie es ermöglicht, unehrliche Steuerzahler effektiv zu verfolgen. Entdecken Sie in diesem Artikel, wie diese neuen Technologien bis ins kleinste Detail überwachen, um eine gerechtere Besteuerung für alle zu gewährleisten.
Der Pool – ein Experimentierfeld für künstliche Intelligenz im Steuerbereich
Seit 2022 haben etwa 140.000 Besitzer von privaten, eingebauten Pools Post von der Finanzverwaltung erhalten, in der sie aufgefordert werden, ihren Pool zu deklarieren. Dieser Brief folgt dem Projekt „Innovatives Grundstück“, das vor zwei Jahren von der Generaldirektion der öffentlichen Finanzen (DGFiP) ins Leben gerufen wurde. Dieses Projekt nutzt künstliche Intelligenz (KI), um undeklarierte Pools durch Bilderkennung zu identifizieren. Pools sind ein gutes Experimentierfeld für die steuerliche KI, da sie auf den Karten, die vom Nationalen Institut für geografische und forstliche Information (IGN) bereitgestellt werden, leicht zu erkennen sind. Außerdem sind Pools oft rechteckig, was ihre Erkennung erleichtert. Dieses Projekt hat es dem Staat bisher ermöglicht, 40 Millionen Euro zurückzugewinnen, hat jedoch auch 24 Millionen Euro gekostet, was die Kapitalrendite bisher bescheiden macht. Die DGFiP plant nun, das gleiche Prinzip auf andere Bauwerke wie Gartenhäuschen oder Scheunen auszuweiten.
Grenzen und Herausforderungen bei der Nutzung von steuerlicher KI
Die Nutzung der künstlichen Intelligenz zur Erkennung von Steuerbetrug steht jedoch erst am Anfang. Der von Sylvie Vermeillet und Didier Rambaud verfasste Senatsbericht hebt hervor, dass die von der steuerlichen KI verwendeten Modelle relativ einfach sind und weit von dem entfernt sind, was in großen Unternehmen zur Erfüllung ihrer geschäftlichen Anforderungen üblich ist. Darüber hinaus ist die Aufgabe für die KI komplexer, wenn es darum geht, Bauwerke mit heterogenen und weniger auffälligen Formen als Pools zu erkennen. Die Gewerkschaften der öffentlichen Finanzen haben auch eine anfängliche Fehlerquote von 30 % seitens der KI im Rahmen des Poolprojekts gemeldet. Obwohl dieser Wert inzwischen gesenkt wurde, sind derzeit nur etwa zehn Data Scientists damit beauftragt, die Maschinen zu bedienen. Im Vergleich zum IRS in den USA, das derzeit fast 20.000 neue Profile einstellt, darunter einige, die sich mit KI beschäftigen, ist offensichtlich, dass Frankreich noch einen langen Weg vor sich hat.
Die Fortschritte der KI im Kampf gegen Steuerbetrug
Trotz dieser Grenzen hat die künstliche Intelligenz bereits Fortschritte im Kampf gegen Steuerbetrug in Frankreich erzielt. Data Mining, das die Kreuzung mehrerer Steuerdaten umfasst, ermöglicht es bereits, einfache Fehler oder Abweichungen zwischen beruflichen und privaten Erklärungen zu erkennen. Auch soziale Netzwerke werden von der Finanzverwaltung genutzt, um Informationen über Steuerzahler zu gewinnen und Betrüger zu identifizieren. Der Senatsbericht schlägt auch vor, andere Methoden wie unüberwachtes Lernen zu erkunden, das es ermöglichen würde, komplexe und unbekannte betrügerische Verhaltensweisen zu erkennen, indem statistische Verknüpfungen zwischen den Elementen hergestellt werden. Die Verwaltung verfügt bereits über große Mengen nützlicher Daten, um neue Programme zu trainieren, mit denen Betrug in anderen Bereichen, wie der Mehrwertsteuer oder Kryptowährungen, bekämpft werden könnte.
Die zukünftigen Herausforderungen der steuerlichen KI
Dennoch bestehen mehrere Hindernisse. Es gibt keine verlässliche Schätzung des Steuerbetrugs in Frankreich, was die Bewertung der potenziellen Wirksamkeit der KI erschwert. Darüber hinaus gibt es interne Vorbehalte innerhalb des Staates, insbesondere im sozialen Bereich. Schließlich muss die Verwaltung die wirtschaftlichen Folgen der Nutzung von KI berücksichtigen. Sollte sie extrem effizient werden, könnte sie von dem Ausmaß der Aufgabe überwältigt werden, was negative Auswirkungen auf die Attraktivität der französischen Häfen hätte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Nutzung der künstlichen Intelligenz im Kampf gegen Steuerbetrug in Frankreich noch in den Anfängen steckt. Obwohl Fortschritte erzielt wurden, ist es wichtig, weiterhin in Forschung und Entwicklung von KI zu investieren, um ihre Effizienz zu verbessern und ihre Anwendung in anderen Bereichen zu fördern. Die Sammlung und Analyse von Steuerdaten werden entscheidend sein, um die Kontrollen zu verstärken und betrügerische Verhaltensweisen präziser und effektiver zu erkennen.







