In einer von Social-Media-Giganten dominierten Welt hegt der ehemalige Gründer von Orkut weiterhin die Hoffnung auf eine Utopie der sozialen Netzwerke. Trotz der vergangenen Herausforderungen und Misserfolge bleibt seine Entschlossenheit ungebrochen. Lassen Sie uns entdecken, was ihn antreibt, durchzuhalten.
Der Beginn von Orkut
Schon vor dem Start von Orkut im Januar 2004 hatte Büyükkökten das Team gewarnt, dass die Plattform, die er aufgebaut hatte, nur 200.000 Nutzer bewältigen könne. „Sie sagten, lass uns starten und sehen, was passiert“, erklärt er. Der Rest gehört zur Online-Geschichte. „Es wuchs so schnell. Bevor wir es merkten, hatten wir Millionen von Nutzern“, sagt er.
Das Konzept von Orkut
Orkut zeichnete sich durch sein digitales Scrapbook und die Möglichkeit aus, Menschen Komplimente zu machen (von „vertrauenswürdig“ bis „sexy“), Gemeinschaften zu bilden und seine eigene Liste von Schwärmereien zu kuratieren. „Es spiegelte alle meine Persönlichkeitsmerkmale wider. Man konnte die Leute loben, indem man sagte, wie cool sie seien, aber man konnte nie etwas Negatives über sie sagen,“ behauptet er.
Die technischen Herausforderungen
Zu Beginn war Orkut in den USA und Japan populär. Aber wie erwartet, führten Serverprobleme schließlich zu Unterbrechungen der Verbindung zwischen der Plattform und ihren Nutzern. „Wir unterhielten uns plötzlich über viele Probleme mit Skalierbarkeit und Infrastruktur“, berichtet Büyükkökten. Sie waren gezwungen, die gesamte Plattform neu zu schreiben, wobei sie C++, Java und die Werkzeuge von Google einsetzten, ein Prozess, der ein ganzes Jahr in Anspruch nahm. Aufgrund der Langsamkeit gaben viele ursprüngliche Nutzer auf.
Der internationale Erfolg
Trotz der technischen Herausforderungen breitete sich Orkut weiterhin weltweit aus. Neben dem plötzlichen Anstieg in Estland erlebte die Plattform monumentalen Erfolg in Indien, aber es war in Brasilien, wo sie wirklich ihr zweites Zuhause fand. „Es war ein riesiger Erfolg. Viele denken, ich sei Brasilianer wegen dessen,“ merkt Büyükkökten an. Die brasilianische Kultur ist sehr einladend und freundlich, was die massive Akzeptanz von Orkut begünstigte.
Inhaltsprobleme und der Rückgang
Orkut war nicht ohne Probleme. Die Website wurde im Iran und in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten, und die Behörden in Brasilien und Indien machten sich Sorgen über Inhalte, die mit Drogen und Kinderpornografie in Verbindung standen, obwohl Büyükkökten diese Vorwürfe bestreitet. Im Jahr 2014, nachdem sie Nutzer aufgrund der langsamen Server, der intuitiveren Benutzeroberfläche von Facebook und Datenschutzfragen verloren hatten, ging Orkut offline.
Wärmende Erinnerungen
Trotz des Endes von Orkut hat Büyükkökten warme Erinnerungen an den positiven Einfluss der Plattform. „Wir hatten so viele Geschichten von Menschen, die sich verliebten und aus verschiedenen Teilen der Welt zusammenzogen“, sagt er. Orkut bot auch eine Plattform für minoritärische Gemeinschaften und veränderte das Leben vieler Nutzer, wie eines schwulen Journalisten aus einer kleinen Stadt in São Paulo.
Der Traum einer neuen sozialen Utopie
Nach seinem Ausscheiden aus Google im Jahr 2014 gründete Büyükkökten ein neues soziales Netzwerk, Hello, das sich auf positive Verbindungen konzentriert. Die App wurde 2018 in Brasilien mit 2 Millionen Nutzern soft-launched und erlebte ein „ultra-hohes Engagement“. Obwohl auch Hello schließlich geschlossen wurde, gibt Büyükkökten seinen Traum nicht auf.
Das nächste Kapitel
Derzeit arbeitet Büyükkökten an einer neuen Plattform, die künstliche Intelligenz nutzen wird, um Glück zu optimieren, Menschen zusammenzubringen und eine bessere Gesellschaft zu schaffen. „Die Verbindung wird der Grundpfeiler des Designs, der Interaktion, des Produkts und des Erlebnisses sein,“ sagt er. Für ihn ist Optimismus wichtiger als Optimierung, und er strebt nach einer Utopie der sozialen Medien, geprägt von Liebe und wirklichen Begegnungen zwischen Menschen.
Trotz der vergangenen Herausforderungen bleibt Büyükkökten begeistert und optimistisch. „Eine Sache ist wirklich konstant: Die Menschen vermissen Orkut gerade jetzt,“ schließt er. Vielleicht ist es Zeit für die „zweite Ankunft“ von Orkut.







