Der Iran droht, einen als „bösartig“ bezeichneten europäischen Sender zum Schweigen zu bringen.

l'iran menace de faire taire une chaîne européenne qualifiée de « maléfique », intensifiant les tensions diplomatiques et la lutte pour le contrôle de l'information.

Seit mehreren Jahren sieht sich der Fernsehsender Iran International, der in Europa ansässig ist, erheblichen Druck seitens des Teheraner Regimes ausgesetzt, das ihn als „böse“ klassifiziert. In einem geopolitisch angespannten Umfeld intensivieren die iranischen Behörden ihre Drohungen gegen dieses Oppositionsmedium und drohen mit physischen Zielen und drastischen Maßnahmen, um seinen Einfluss zu ersticken.

Die Auswirkungen der iranischen Bedrohungen auf Iran International

Am Sonntag, den 15. März, richtete der Iran erneut verbale Angriffe gegen Iran International, indem er den Sender als „Terrororganisation“ einstufte. Dieser Sender, der im Vereinigten Königreich ansässig ist und weitreichend über Satellit verbreitet wird, zieht wöchentlich zwischen 40 und 50 Millionen Zuschauer an. Seine Nachrichtenberichterstattung beleuchtet die Proteste gegen das Regime und dessen brutale Repression, was den Zorn der iranischen Behörden weckt, die wünschen, dass dieses Medium verschwindet.

Ein Medienbunker unter Überwachung

Die Räumlichkeiten des Senders wurden von Journalisten, die Zugang erhielten, als „Bunker“ bezeichnet. Die Sicherheit ist erhöht: Anti-Einbruch-Betonblöcke, Zäune und hochmoderne Sicherheitstechnologie sind erforderlich, um die Mitarbeiter vor realen Bedrohungen zu schützen. Die Verantwortlichen von Iran International und ihre Journalisten leben in einem Klima des Schreckens und erhalten regelmäßig Einschüchterungsbotschaften, wie etwa Versprechen körperlicher Übergriffe.

Journalisten im Fadenkreuz

Die Journalisten und Mitarbeiter des Senders sind oft gezwungen, den Kontakt zu ihren Familien im Iran abzubrechen, um sie nicht Repressalien auszusetzen. Die Bedrohungen, von denen einige dokumentiert wurden, offenbaren die wahre Gefahr, die diese Professionals bedroht. Eindeutige Nachrichten, die verkünden „Wir werden dich in London töten“ oder „Tritt zurück“, zeugen von einer allgegenwärtigen und ernsthaften Bedrohung. Diese Handlungen wurden durch Gewaltakte gegen Journalisten verstärkt, wobei bekannte Übergriffe außerhalb der Büros des Senders stattfanden.

Die Bedeutung von Quellen vor Ort

Um seine Inhalte live aus dem Iran zu speisen, stützt sich Iran International auf Videos und Fotos, die von Informanten vor Ort im Iran gesendet werden. Vor der Einführung des Internet-Blackouts durch das Regime erhielt der Sender bis zu 12.000 Nachrichten pro Tag. Derzeit ist diese Zahl auf etwa 400 gesunken, was die Möglichkeiten zur Berichterstattung über Ereignisse einschränkt. Trotz dessen sammelt der Sender weiterhin Informationen, die den iranischen Behörden nicht gefallen, was zu Festnahmen von Personen führt, die verdächtigt werden, mit dem Medium zusammenzuarbeiten.

Die Vorwürfe und die Verteidigung eines unabhängigen Mediums

Angesichts dieser Druckausübung beschuldigt die iranische Regierung Iran International regelmäßig, ein Agent der Vereinigten Staaten oder Israels zu sein, und versucht, dieses Medium mit ausländischen Mächten in Verbindung zu bringen. Adam Baillie, der Sprecher des Senders, weist diese Anschuldigungen zurück und betont die Unabhängigkeit ihrer journalistischen Mission. Obwohl er anerkennt, dass der Investor des Mediums ein saudischer Brite ist, besteht er darauf, dass es keine Verbindung zur saudischen Regierung gibt. Das Ziel sei es, ein unabhängiges Medium im Nahen Osten zu schaffen.

Ein ständig wechselnder geopolitischer Kontext

Dieser Spannungszustand tritt zu einem Zeitpunkt auf, an dem der Iran seine Angriffe in der Region intensiviert, als Reaktion auf verschiedene Bombardierungen. Die Drohungen gegen Iran International heben einen umfassenderen Kampf zwischen autoritären Regimes und Oppositionsmedien hervor und unterstreichen die entscheidende Bedeutung der Meinungsfreiheit in einer Zeit, in der Informationsquellen oft von Zensur belagert werden. Der globale Rahmen, in dem dieser Konflikt stattfindet, bleibt komplex und wird durch angespannte Beziehungen zwischen dem Iran und anderen internationalen Akteuren angeheizt.

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